Sicher im Kiez

“Sicher im Kiez” ist ein Präventionsprojekt, das aus einer Kooperation der Freien Universität Berlin, Boxgirls International und dem Malteser Familienzentrum Manna entstanden ist. “Sicher im Kiez” will die Stärken und Chancen von Kindern und Jugendlichen fördern und sie zur aktiven Mitbestimmung in ihrem Kiez motivieren.

Innerhalb eines einwöchigen Trainingsprogramms erwerben sie die Fähigkeit, auch schwierige Konflikte gewaltfrei zu meistern und Probleme im Kiez konstruktiv anzugehen. Das Trainingsprogamm besteht aus verschiedenen Modulen, die neben sportpädagogischen Übungen und Gruppendiskussionen auch Methoden der Medienpädagogik beinhalten. Die Trainer sorgen für eine vertrauensvolle und freundliche Seminargestaltung und begleiten die Kinder durch die einzelnen Lernetappen.

„Jetzt weiß ich auf jeden Fall, dass ich was kann. Da fühlt man sich schon sicherer.“ Sina

In manchen Situationen fühlt man sich unwohl und weiß nicht, warum. “Starke Mädchen. Sicher im Kiez!” hilft Mädchen, ihrer Wahrnehmung zu vertrauen und ihre Ängste und Probleme zu artikulieren. So sensibilisiert lernen die Mädchen, Konflikte rechtzeitig zu erkennen und ihnen dadurch kompetent begegnen zu können. Damit erhöhen sie nicht nur die Sicherheit für sich selbst, sondern für alle Bürger: Mädchen, die klare Grenzen ziehen können, schützen sich selbst und ihr Umfeld. Auf sich selbst und seine Stärke zu vertrauen, macht mutig und versetzt Mädchen in die Lage, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen.

Bei “Starke Mädchen. Sicher im Kiez!” lernen Mädchen, dass sie alle nötigen Fähigkeiten besitzen, um aus dem Umfeld, in dem sie leben, ihren Kiez zu machen. Sie werden zu aktiven Gestalterinnen ihrer Gemeinde – stark, sicher und mutig.

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Die Projektwoche

„Wir haben Filme gedreht, über Unsicherheit und Sicherheit geredet, und ganz viel zu dem Thema aufgeschrieben und Plakate gemacht.“ Ebru

Verschiedene Fragen bilden den Startpunkt der Projektwoche: Wann fühle ich mich sicher? Warum gerade in dieser Situation? Wann nicht? Was kann ich aktiv dafür tun, dass meine Freundinnen und ich sich sicherer und freier fühlen? Wie kann ich meine Umgebung sicherer machen? Wie kann ich die Öffentlichkeit aufmerksam machen? Welche Medien wie Film und Video kann ich dafür nutzen? Wie kann ich andere dazu bewegen, meinen Kiez sicherer zu machen? Wie kann ich mich in die Entwicklung meines Kiezes aktiv einbringen?

Unterschiedliche Methoden geben die Möglichkeit, sich kreativ mit diesen Fragen auseinanderzusetzen: Die Mädchen produzieren etwa eigene, kurze Videos zum Thema oder üben in Rollenspielen eigene aktive Mitbestimmung. Durch das Einnehmen anderer Perspektiven wird die gewaltfreie Lösungsmöglichkeiten gefunden und ein lebhafter Austausch über die räumlichen (Un-)Sicherheiten des eigenen Lebensumfeldes gefördert.

Ein wichtiger Bestandteil des Projekts sind sportpädagogische Übungen, die sich durch die Projektwoche ziehen. Körperintensives Lernen durch Boxtraining und Yoga bieten einen ersten Zugang zum Thema Sicherheit, schaffen Körperbewusstsein, Selbstvertrauen und bauen Stress ab.

“Wenn man alleine auf der Straße an Jugendlichen vorbeikommt denkt man: ‚Oh Gott, hoffentlich tun die mir nichts.‘ Aber durch die Projektwoche wird man echt sicherer.“ Paula

Wenn Sie Interesse haben, eine Projektwoche an Ihrer oder der Schule Ihrer Tochter zu veranstalten oder wenn Sie denken, dass unser Programm gut zu Ihrem Verein passt, wenden Sie sich gerne an uns: info(at)sicher-im-kiez.de.

Kontakt

Freie Universität Berlin
Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie
Arbeitsbereich Integrationspädagogik
Prof. Dr. Heather Cameron
Fabeckstr. 69
14195 Berlin
Tel.: 030-838-54833
Fax: 030-838-53138
E-Mail: josef.hofman(at)fu-berlin.de

Das Projekt wird von der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin unterstützt.